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Etran Finatawa (Niger) -Desert Crossroads-
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Niger ist heute eines der ärmsten Länder der Welt. Kulturell zählt diese Region allerdings zu einer der reichsten des afrikanischen Kontinents, denn seit Jahrhunderten ist dieser Landstrich eine Kreuzung zwischen den arabisch geprägten Kulturen Nordafrikas und den subsaharischen Kulturen. In Niger leben elf verschiedene ethnische Gruppen, Viehzüchter oder Ackerbauern, Nomaden und Sesshafte. Unter ihnen die Fulbe- Wodaabe und die Tuareg, die auch heute noch zum Teil mit ihren Rinder- oder Ziegenherden durch die sahelische Savanne ziehen, immer auf der Suche nach Wasser und Weide. Die Musikgruppe Etran Finatawa ist die Verbindung zweier Kulturen: Der Tuareg- und der Wodaabekultur. Ihr Name bedeutet übersetzt: "Die Sterne der Tradition". Die Gruppe besteht aus zehn Musikern, Tuareg und Fulbenomaden (Wodaabe) aus dem Sahelland Niger, die sich im Januar 2004 zusammen getan haben, um gemeinsam Musik zu machen. Inspiriert von den reichen Nomadenkulturen der Tuareg und Fulbe-Wodaabe-Nomaden entführen sie mit ihren Rhythmen den Hörer in die weite Landschaft der Wüste, des Sahels. Wie auf dem Rücken eines Kamels entdeckt der Hörer die bezaubernde Landschaft, durch die der Rhythmus der Schlaginstrumente in gleichmäßigem Takt trägt. In ihren Liedern besingt Etran Finatawa die Schönheit der Wüste, der Tiere und der Frauen. Sie sind sanft und voller Sehnsucht und voller Verehrung für ihre Kulturen. Sie singen von den guten Tagen, den Festen und den Herden, aber auch von Dürre und den vielen Veränderungen in ihrem Leben. Durch die einmalige Verbindung zweier Kulturen, der Tuareg und Fulbekultur, ist das Programm der Gruppe abwechslungsreich und voller Lebensfreude. Diese Musik lädt einfach zum Tanzen ein! Gekonnt verbinden sie traditionelle Gesänge mit modernem Arrangement. Auf natürliche Weise vermählen sie traditionelle Instrumente mit elektrischen Gitarren. Die polyphonen Gesänge der Fulbe werden mit Gitarren und traditioneller Perkussion instrumentalisiert. Die durchdringende Tuaregtrommel, Tende, und das Klatschen der Hände gibt den Rhythmus an. Gesungen wird auf Tamasheck, der Sprache der Tuareg und Fulfulde, der Fulbesprache. Die Gruppe aus dem westafrikanischen Sahel zeigt einmal mehr, dass Tradition und Moderne sich verbinden lassen. Eine wahre Herausforderung, welche die zehn Musiker gemeistert haben. Etran Finatawa ist keine Folkloregruppe, sondern modernster Nomadenblues, ein wahres Hörerlebnis. Und auch ein Seherlebnis, denn die Musiker begleiten ihre Musik mit traditionellem Tanz. Sie treten in ihren typischen tradtionellen Gewändern auf, die Tuareg in indigoblauen Turbanen und die Fulbenomaden geschminkt und in ihren einmalig schön bestickten Tunikas! Auch wenn ihr Leben ein ständiger Kampf zum Überleben ist haben sie nicht ihre Lebensfreude vergessen. Sie tanzen und singen und besonders nach dem Regen, dann wenn das Grasland grün ist und es ausreichend Milch und zu essen gibt, veranstalten sie große Feste. Durch die starken Veränderungen ihrer Lebensbedingungen, besonders der immer näher rückenden Wüste verändert sich die Tuareg- und Wodaabegesellschaft allerdings. Immer mehr junge Menschen gehen heute in die Städte. Konzerte
2006
Veröffentlichungen/CDs *
"Introducing Etran Finatawa" INTRO105CD, produced by World Music
Network London Sommer 2005, veröffentlicht im Frühjahr 2006 Press comments about Etran Finatawa "Electric guitars and traditional instrument sent wine like old friends as rustic call-and-response vocals stir up the desert heat. Comparisons aside, this debut is dynamite." (Global Rhythm, Sep.2006) "Introducing Etran Finatawa is a musical experience full of life in a desert environment that is seemingly lifeless." (Inside World Music) "Electric guitars and traditional instruments entwine like old friends as rustic call-and response vocals stir up the desert heat. Comparisions aside, this debut is dynamite." (Global Rhythm (New York) September 06) "Just listen to the guitar solos on A Dunya and you'll be instantly seduced by the beauty of this music which has its roots in the West African country of Niger. Marvel at Iledeman and in the driving 12-bar structure you can hear the real roots of American blues." (Sydney Morning Herald August 2006)
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