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In seinem
Heimatland Marokko ist der Oud- und Guembri-Virtuose, Gitarrenprofesor
und Sänger längst ein Star. Über seine Zusammenarbeit mit
Archie Shepp, Louis Sclavis, Flavio Boltro oder Klaus Doldinger findet
Majid Bekkas seit ein paar Jahren auch den Weg in die europäische
Jazz-Szene. Abdelmajid Bekkas wurde in Salé, Marokko geboren, wo
er noch heute lebt. Er studierte klassische Gitarre und Oud am Konservatorium
für Musik und Tanz in Rabat.
Die Kunst der Gnawa Musik erlernte er von dem Meister Ba Houmane. Gnawa
entstand im 16. Jahrhundert. Während der Eroberung des Sudans errichtete
Ahmed El Mansour Dahbi erste kulturelle und Handels - Verbindungen zwischen
Zagora, wo Bekkas Wurzeln liegen, und Marrakech. Die säkulare Musik
wird immer noch als "healer of souls" von Essaouira bis Marrakech
angesehen, was einem schnell bei Bekkas` Stimme, Guembri und Gitarrensound
klar wird. Nachdem sich Bekkas jahrelang mit Jazz, Blues (z.B. gemeinsame
Auftritte mit Peter Brötzmann, Louis Sclavis, Flavio Boltro, Archie
Shepp u.a.), Gnawa und anderer afrikanischer Musik beschäftigte,
gründete er ein homogenes Trio, dass die moderne marokkanische Musik
wiederspiegelt.
Die Mischung aus Guembri, akustischer und elektrischer Gitarre, Oud, flute
und Perkussion bietet ausreichend Platz für Improvisationen.
Majid Bekkas ist bereits auf mehreren internationalen Festivals (z.B.
WOMEX Sevilla 2003, Gaume Jazz Festival, Huyart Festival, Jazz aux Oudayas,
Grenoble Jazz Festival) als Solist, im Trio oder auch in Zusammenarbeit
mit vielen verschieden Künstlern mit großem Erfolg aufgetreten.
Mit "Daymallah" ist Bekkas auf der preisgekrönten CD Kompilation
"Desert Blues 2" vertreten, die u.a. von den weltweit führenden
200 Musikjournalisten und - produzenten für das renommierte fRoots
Magazin zur besten Kompilation des Jahres 2002 gewählt wurde.
Für
"Passport to Morocco" verschaffte Bekkas dem deutschen Saxophonisten
und Komponisten Klaus Doldinger die notwendigen Kontakte zur aktuellen
Szene Marokkos und brachte die besten Musiker des Landes mit ihm zusammen.
Durch seine Mitwirkung an dem 2006 erschienenen und mit dem German Jazz
Award ausgezeichneten Album sowie an der großen Jubilee-Tour zu
Doldingers 70.Geburtstag (mehr als 50 Konzerte vor annähernd 100.000
Besuchern) ist Bekkas einem großen Publikum bekannt geworden.
Bekkas Offenheit und seine einzigartige Fähigkeit, Modernität
und Geschichtsbewusstsein
Kompromisslos miteinander zu verbinden, befreien seine Musik von der Fessel
der Zeit.
Diskographie
(Auszüge):
"Kalimba", Joachim Kühn, Majid Bekkas, Ramon Lopez (ACT
9456-2), 2007
"Mogador", 2004
"Cité invisible" mit Beniat Achiary, Ramon Lopez, Ines
Bacan und Pedro Soler, 2003
"Hommage à Roland Kirk" mit Ramon Lopez, 2002
"African Gnaoua Blues", 2001
"Soudange", produziert in Marokko, 1991
Majid
Bekkas steht für Veranstaltungen mit folgenden Programmen zur Verfügung:
Solo
- Trio - Septett
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